Was geht – Sport Bewegung und Demenz

Am 25. Januar fand in Stuttgart die Auftaktveranstaltung des Projekts „Was geht – Sport Bewegung und Demenz“ statt. Dieses Projekt will Strukturen und Vernetzungen schaffen, die es Menschen, die an Demenz erkrankt sind, ermöglichen, durch Sport und Bewegung weiterhin am sozialen Leben teilzuhaben und dadurch Lebensfreude zu erfahren.

Der Schwäbische Albverein ist Kooperationspartner in diesem spannenden Projekt, das auf 3 Jahre angelegt ist und Menschen zusammen bringen will – Betroffene, Angehörige, Anbieter von Sport und Bewegungsangeboten (wie z.B. Wanderungen, Radtouren etc.) sowie den sozialen Bereich mit den Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen.

Projektträger ist Demenz Support Stuttgart gGmbH, weitere Kooperationspartner sind der TV Nellingen mit dem Sportkreis Stuttgart und der ADFC Stuttgart.  Da das Projekt an zwei Standorten entwickelt wird, gehört der Verein  „Leben mit Demenz – Alzheimer Gesellschaft Minden-Lübbecke e.V.“ aus Westfalen mit seinen Kooperationspartnern ADFC und Kanuclub Minden-Lübbecke ebenfalls dazu.

Warum engagiert sich der Schwäbische Albverein in diesem Projekt?

In unserer älter werdenden Gesellschaft sind immer mehr Personen von Demenzerkrankungen betroffen.

Mit der Diagnose ziehen sich diese Menschen oftmals aus allen Aktivitäten zurück, obwohl im Frühstadium der Erkrankung noch vieles möglich wäre und somit sind Vereinsamung und Depression vielfach Begleiterscheinungen der Demenz.

Wandern ist ein tolles Bewegungsangebot – es ist gut für die Gesundheit, vermittelt ein Naturerlebnis mit allen Sinnen, verschafft Abstand zum Alltag, fördert die Gemeinschaft und verhilft zu sozialen Kontakten. Außerdem hat Wandern den Vorteil, dass es zielgruppengerecht für die verschiedensten Bedürfnisse angeboten werden kann – warum also nicht auch für Demenzkranke?

Der Schwäbische Albverein, und hier derzeit insbesondere die Wanderführer der Ortsgruppe Stuttgart und Gesundheitswanderführerin Regine Erb aus Beuren, möchten sich dieser Herausforderung stellen und im Projekt „Was geht!“ mitarbeiten und herausfinden, was denn tatsächlich möglich ist – mit dem Ziel den Betroffenen und ihren Angehörigen gemeinsame Aktivitäten zu ermöglichen und dadurch Lebensfreude zu vermitteln.

Bei der Auftaktveranstaltung, die am 25. Januar im Gewerkschaftshaus in Stuttgart stattfand, wurden bereits erste vielversprechende Kontakte geknüpft, auf die nun in den kommenden Wochen und Monaten aufgebaut werden kann.

Weitere Akteure aus den Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins sind herzlich eingeladen, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Freude und Lebenslust zu vermitteln und Demenzkranke so lange wie möglich an den vielfältigen Vereinsangeboten teilhaben zu lassen und dabei auch den Angehörigen ein paar schöne Stunden zu ermöglichen, ist sicher keine ganz einfache aber auf jeden Fall eine lohnende Aufgabe!