Alb hoch 4 – alle haben durchgehalten

Halte ich den Herausforderungen der Tour stand?

Diesem Gedanken stellten sich 24 Teilnehmer kurz vor der ca. 40 km langen Tour „Alb hoch 4“ am 14. Juli.

Von Eningen führte die Rundwanderung unter der Leitung von Wanderführer Michael Coconcelli vom Tal auf die Albhochfläche über Eulenbrunnen, Rutschenfelsen und Eppenzillfelsen zur Burgruine Hohenurach. Durchs Brühlbachtal gings hinauf zum Uracher Wasserfall, durch die Hölle zum Hofgut Güterstein und schließlich zum geschichtsträchtigen Gütersteiner Wasserfall (Standort eines Klosters/Kartause, ehemalige Grablege der Württemberger, so wie Ursprung der späteren Albwasserversorgung).

Kurz unterhalb des Fohlenhofes folgte die Gruppe dem Traufweg über Gelber Fels, Dettinger Höllenlöcher zum Roßfeld. Alle konnten den schönen Ausblick vom Gutenberg genießen, dann ging es weiter über Serpentinen zum Ortseingang von Eningen. Ein zusätzlicher Schlenker hinauf auf die Achalm beeindruckte abschließend mit herrlichen Aussichten ins weite Umland.

Ohne Ausfälle wurde nach ca. zwölf Stunden der Eninger Hof zur Schlusseinkehr erreicht, wo der Tag in gemütlicher Runde ausklingen konnte. Alle waren stolz auf die außergewöhnliche Leistung.

Ü30 unterwegs von Tübingen nach Rottenburg

Sonntagmorgen, 15. Juli, Tübingen: Die Glocken klangen und stimmten 18 Wanderer auf die bevorstehende Wellnesswanderung ein.

Wanderführerin Susi Bayer gab eine Einführung in den Ablauf der Wanderung und schon mussten die ersten Höhenmeter zum Schloss Hohentübingen überwunden werden. Dem Jakobsweg folgend erfuhren alle von einer Teilnehmerin, dass im Schlossgraben ein Elefant begraben liegen soll.

Nach wenigen Kilometern durch die Straße mit den Burschenschaftshäusern wurde der Bismarkturm erreicht. Weiter ging es über schmale Waldwege mit erstem Blick auf die Wurmlinger Kapelle.

Beim  Vesper beobachteten die Wandernden die Gewitterwolken über dem Schönbuch, kamen aber auf den nächsten Kilometern über das Feld bis nach Rottenburg ordentlich ins Schwitzen.

Eine 15-minütige schweigende Einheit genossen alle genauso wie das Belohnungseis nach Erreichen des Ziels: Dom in Rottenburg am Neckar.

Ohne Regentropfen, dafür mit ca. 13 Kilometern Wanderweg in den Füßen verabschiedeten sich alle gegen 15 Uhr in den restlichen Sonntag.

Wetterkundeseminar war dramaturgisch perfekt

Das Seminar „Wetterkunde“ am 15. Juli  unter der Leitung des zertifizierten Wanderführers Wolfgang Pösselt in Königsbronn verlief perfekt, sogar ein Gewitter mit starkem Regen zog auf und passte sozusagen ins Programm: Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erlebten alles von der Theorie  bis zur Praxis (und wurden teilweise nass bis auf die Knochen…).

Die grundlegende Frage bei der Exkursion lautete: Was ist eigentlich Wetter? Wasser, Wind, Sonne, Luft – so konnte man erleben – sind die Rezeptzutaten. Die Seminarteilnehmer lernten ständiges Beobachten und Erkennen der Wolken anhand eines Wolkenatlasses.

Zuerst führte der Wanderführer hinauf auf das Härtsfeld mit seinen dort so wichtigen Hülben und Dolinen. Hier war Lesen in der Landschaft  angesagt. Bei den Dolinenfeldern wird die unterirdische Wirksamkeit von Wasser sichtbar. 

Ein aufziehendes Gewitter zwang die Gruppe zu einer sicheren Pause im Schützenhaus.

Anschließend ging es weiter, vorbei an einem großen Windpark und dem größten Solarpark Baden-Württembergs. Hier wurde deutlich, wie Wind und Sonne nicht nur für unser Wetter verantwortlich sind, sondern auch im großen Stil zur Energiegewinnung genutzt werden.

Es folgte ein rascher Abstieg hinunter ins Brenztal an den Itzelberger See. Als das Gewitter nicht mehr unmittelbar wahrzunehmen war, beschlossen alle trotz strömenden Regens  bis zu den Autos bzw. bis zum Klosterhof in Königsbronn  zu gehen.

Gut besucht: Ü30-Tageswanderung mit Zwischenstopp beim Bäcker

Die 21 Teilnehmer zählende Gruppe traf sich 08:45 Uhr am Bahnhof in Herrenberg und startete pünktlich mit dem 9 Uhr mit der 23,5 km langen Tageswanderung „Vom Mehl zum Vesper“. Die ersten vier Kilometer waren schnell überwunden und das Backhaus vom Bäcker Baier in Gültstein erreicht.

Nach einer Einführung in die Unternehmensentwicklung und Philosophie durch den Chef Jochen Baier übernahm dessen 15-jähriger Sohn die weitere Führung durch die Produktion. Die Teilnehmer waren beeindruckt von den Maschinen, den durchdachten Hygienestandards und freuten sich bereits auf die duftenden Backwaren, die im Anschluss nicht nur fürs Vesper gekauft, sondern auch gleich verspeist wurden.

Die Wanderung führte dann durch Streuobstwiesen, vorbei an herrlich reifen Kirschen hinauf in den Schönbuch – das größte zusammenhängende Waldgebiet Baden-Württembergs. Nach einer weiteren Stunde wurde zur Mittagszeit der Grafenberg mit seiner phantastischen Aussicht auf das Gäu und die Alb in der Ferne erreicht.

Frisch gestärkt und raschen Schrittes machte sich die Gruppe auf die nächsten 16 Kilometer durch den Wald und ein Rotwildgehege. Die Schwüle lies nur wenig nach und so kam man ganz schön ins Schwitzen.

Selbstverständlich wurde das neue Highlight der Region Böblingen – der Schönbuchturm – in die Wanderung integriert und bestiegen. Die Wanderer bestaunten die Konstruktion sowie den Ausblick.

Um 17 Uhr erreichte die Gruppe den Schlosskeller von Herrenberg.

(Bericht Susi Bayer)

Eindrucksvolle Weitwanderung zu den Uracher Duschen

20 Wanderfreundinnen und – freunde hatten sich am letzten Samstag um 4.30 Uhr auf den Weg von Owen zu den Wasserfällen in Bad Urach gemacht. Am Waldrand der Baßgeige angekommen, lohnte sich ein Umdrehen: Heller Mond, aufsteigender Dunst, herrliche Morgenruhe, kreisende Vögel, weidende Rehe.

Kurz vor dem Abstieg nach Beuren sah man auf einmal rot leuchtende Bäume im Wald: der Sonnenaufgang meldete sich an. Schnell hatte die Gruppe Beuren durchquert, nun suchte Wanderführer Dieter Bounin den teerärmsten Weg durch Neuffen. Kirschen an den Bäumen luden immer wieder zum Naschen ein.

Beim Aufstieg auf den Jusi wurde es richtig still. Jeder konzentrierte sich auf seine Schritte und seinen Atem. Was für ein Ausblick!

Weiter ging es zum Florian und anschließend zum Metzinger Weinberggipfel und danach kam der harte Aufstieg zum Flugplatz Roßfeld beim Olgafels. Die kühle Luft  im Wald machte den Aufstieg erträglich.  Weiter ging es über die bunt blühenden Magerwiesen zu den Höllenlöchern. Gigantisch: über eine Leiter kletterte man in den tiefen Felsschlund, eine andere führte wieder hinaus. Nach diesen tollen Eindrücken war längere Mittagspause angesagt.

Anschließend ging es am Trauf entlang zu den Gütersteiner Wasserfällen und dem Uracher Wasserfall. Wegen der vielen Touristen wollte sich dort aber keiner duschen, doch gerne schaufelte man das kühle Wasser über Stirn und Nacken.

Über Treppen führte der Weg wieder hinauf zum Albtrauf. Die Ruine Hohenurach immer im Blick erreichte man den Hannerfels. Nächstes Ziel war Erkenbrechtsweiler, wo sich die Gruppe auflöste bzw. Einige noch einkehrten.

Fazit derer, die erstmals dabei waren: „Klasse, ich hab´s geschafft! Es war zum Schluß noch hart, vielleicht war ich an meinem Limit. Doch es war ein sehr gelungener Tag!“

(Bericht von Dieter Bounin)