Wandermarathon und Wandertreff Ostalb

Die Ortgsgruppe Wasseralfingen lädt zum Mitwandern ein:

Am 15. September sind viele Wandernde rund um Aalen-Attenhofen aufgerufen, die Wanderstiefel zu schnüren.  An dem Samstag gibt es für Geübte einen Wandermarathon mit 42 Kilometer (bereits ausgebucht!), daneben auch vier kürzere Wanderungen (6-10 km) für jedermann. Zum Schluss (ab 18 Uhr) geht es ins Gasthaus „Frische Quelle“, wo eine Tombola stattfindet.

Das Angebot richtet sich an alle Wanderinteressierten, Wanderneulinge sind willkommen.

Die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung.

Die einzelnen Veranstaltungen finden Sie in unserer Termindatenbank unter Ostalb-Wander-Marathon und Ostalb-Wander-Treff.

Ü30 unterwegs von Tübingen nach Rottenburg

Sonntagmorgen, 15. Juli, Tübingen: Die Glocken klangen und stimmten 18 Wanderer auf die bevorstehende Wellnesswanderung ein.

Wanderführerin Susi Bayer gab eine Einführung in den Ablauf der Wanderung und schon mussten die ersten Höhenmeter zum Schloss Hohentübingen überwunden werden. Dem Jakobsweg folgend erfuhren alle von einer Teilnehmerin, dass im Schlossgraben ein Elefant begraben liegen soll.

Nach wenigen Kilometern durch die Straße mit den Burschenschaftshäusern wurde der Bismarkturm erreicht. Weiter ging es über schmale Waldwege mit erstem Blick auf die Wurmlinger Kapelle.

Beim  Vesper beobachteten die Wandernden die Gewitterwolken über dem Schönbuch, kamen aber auf den nächsten Kilometern über das Feld bis nach Rottenburg ordentlich ins Schwitzen.

Eine 15-minütige schweigende Einheit genossen alle genauso wie das Belohnungseis nach Erreichen des Ziels: Dom in Rottenburg am Neckar.

Ohne Regentropfen, dafür mit ca. 13 Kilometern Wanderweg in den Füßen verabschiedeten sich alle gegen 15 Uhr in den restlichen Sonntag.

Wetterkundeseminar war dramaturgisch perfekt

Das Seminar „Wetterkunde“ am 15. Juli  unter der Leitung des zertifizierten Wanderführers Wolfgang Pösselt in Königsbronn verlief perfekt, sogar ein Gewitter mit starkem Regen zog auf und passte sozusagen ins Programm: Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erlebten alles von der Theorie  bis zur Praxis (und wurden teilweise nass bis auf die Knochen…).

Die grundlegende Frage bei der Exkursion lautete: Was ist eigentlich Wetter? Wasser, Wind, Sonne, Luft – so konnte man erleben – sind die Rezeptzutaten. Die Seminarteilnehmer lernten ständiges Beobachten und Erkennen der Wolken anhand eines Wolkenatlasses.

Zuerst führte der Wanderführer hinauf auf das Härtsfeld mit seinen dort so wichtigen Hülben und Dolinen. Hier war Lesen in der Landschaft  angesagt. Bei den Dolinenfeldern wird die unterirdische Wirksamkeit von Wasser sichtbar. 

Ein aufziehendes Gewitter zwang die Gruppe zu einer sicheren Pause im Schützenhaus.

Anschließend ging es weiter, vorbei an einem großen Windpark und dem größten Solarpark Baden-Württembergs. Hier wurde deutlich, wie Wind und Sonne nicht nur für unser Wetter verantwortlich sind, sondern auch im großen Stil zur Energiegewinnung genutzt werden.

Es folgte ein rascher Abstieg hinunter ins Brenztal an den Itzelberger See. Als das Gewitter nicht mehr unmittelbar wahrzunehmen war, beschlossen alle trotz strömenden Regens  bis zu den Autos bzw. bis zum Klosterhof in Königsbronn  zu gehen.

Gut besucht: Ü30-Tageswanderung mit Zwischenstopp beim Bäcker

Die 21 Teilnehmer zählende Gruppe traf sich 08:45 Uhr am Bahnhof in Herrenberg und startete pünktlich mit dem 9 Uhr mit der 23,5 km langen Tageswanderung „Vom Mehl zum Vesper“. Die ersten vier Kilometer waren schnell überwunden und das Backhaus vom Bäcker Baier in Gültstein erreicht.

Nach einer Einführung in die Unternehmensentwicklung und Philosophie durch den Chef Jochen Baier übernahm dessen 15-jähriger Sohn die weitere Führung durch die Produktion. Die Teilnehmer waren beeindruckt von den Maschinen, den durchdachten Hygienestandards und freuten sich bereits auf die duftenden Backwaren, die im Anschluss nicht nur fürs Vesper gekauft, sondern auch gleich verspeist wurden.

Die Wanderung führte dann durch Streuobstwiesen, vorbei an herrlich reifen Kirschen hinauf in den Schönbuch – das größte zusammenhängende Waldgebiet Baden-Württembergs. Nach einer weiteren Stunde wurde zur Mittagszeit der Grafenberg mit seiner phantastischen Aussicht auf das Gäu und die Alb in der Ferne erreicht.

Frisch gestärkt und raschen Schrittes machte sich die Gruppe auf die nächsten 16 Kilometer durch den Wald und ein Rotwildgehege. Die Schwüle lies nur wenig nach und so kam man ganz schön ins Schwitzen.

Selbstverständlich wurde das neue Highlight der Region Böblingen – der Schönbuchturm – in die Wanderung integriert und bestiegen. Die Wanderer bestaunten die Konstruktion sowie den Ausblick.

Um 17 Uhr erreichte die Gruppe den Schlosskeller von Herrenberg.

(Bericht Susi Bayer)

Eindrucksvolle Weitwanderung zu den Uracher Duschen

20 Wanderfreundinnen und – freunde hatten sich am letzten Samstag um 4.30 Uhr auf den Weg von Owen zu den Wasserfällen in Bad Urach gemacht. Am Waldrand der Baßgeige angekommen, lohnte sich ein Umdrehen: Heller Mond, aufsteigender Dunst, herrliche Morgenruhe, kreisende Vögel, weidende Rehe.

Kurz vor dem Abstieg nach Beuren sah man auf einmal rot leuchtende Bäume im Wald: der Sonnenaufgang meldete sich an. Schnell hatte die Gruppe Beuren durchquert, nun suchte Wanderführer Dieter Bounin den teerärmsten Weg durch Neuffen. Kirschen an den Bäumen luden immer wieder zum Naschen ein.

Beim Aufstieg auf den Jusi wurde es richtig still. Jeder konzentrierte sich auf seine Schritte und seinen Atem. Was für ein Ausblick!

Weiter ging es zum Florian und anschließend zum Metzinger Weinberggipfel und danach kam der harte Aufstieg zum Flugplatz Roßfeld beim Olgafels. Die kühle Luft  im Wald machte den Aufstieg erträglich.  Weiter ging es über die bunt blühenden Magerwiesen zu den Höllenlöchern. Gigantisch: über eine Leiter kletterte man in den tiefen Felsschlund, eine andere führte wieder hinaus. Nach diesen tollen Eindrücken war längere Mittagspause angesagt.

Anschließend ging es am Trauf entlang zu den Gütersteiner Wasserfällen und dem Uracher Wasserfall. Wegen der vielen Touristen wollte sich dort aber keiner duschen, doch gerne schaufelte man das kühle Wasser über Stirn und Nacken.

Über Treppen führte der Weg wieder hinauf zum Albtrauf. Die Ruine Hohenurach immer im Blick erreichte man den Hannerfels. Nächstes Ziel war Erkenbrechtsweiler, wo sich die Gruppe auflöste bzw. Einige noch einkehrten.

Fazit derer, die erstmals dabei waren: „Klasse, ich hab´s geschafft! Es war zum Schluß noch hart, vielleicht war ich an meinem Limit. Doch es war ein sehr gelungener Tag!“

(Bericht von Dieter Bounin)

Ü30-Weitwanderung ab Ulm: Anstrengend, aber total schön!

Am Samstag, 23. Juni 2018, startete bei gutem Wanderwetter die Weitwanderung „Vom höchsten Kirchturm zum ältesten Atelier der Welt“.

Nach einer offiziellen Begrüßung der sechs Teilnehmer und Teilnehmerinnen durch Wanderführer Michael Schmitt am Ulmer Münster, gab es noch ein paar Informationen zum höchsten Kirchturm der Welt. Dann ging es im 5-er-Schritt (5 km / Stunde) am idyllischen Ufer der Donau entlang nach Thalfingen. Der Weg führte die Wanderer aus den Donauniederungen hinauf nach Elchingen auf die Flächenalb. Von da an durchwanderte die Gruppe eine durch Wald, Wiesen und Ackerflächen durchzogene, sanft hügelige Landschaft. Gegen 12 Uhr erreichten die Wandernden die Stadt Langenau, wo eine Mittagspause eingelegt wurde. Anschließend marschierte man über freie Flächen bis zum Weiler Lindenau, wo eine weitere Rast eingelegt wurde. Auch Blasen an den Füßen wurden hier versorgt. Wenig später erreichte die Wandergruppe den Archäopark Vogelherd mit der weltberühmten gleichnamigen Höhle. Nach einem kurzen Besuch des Parks und einem Gruppenbild vor der Höhle, führte der Weg ins berühmte Eselsburger Tal mit seinen pittoresken Fels- und Landschaftsformationen. Gegen 18.45 Uhr – nach rund 45 Kilometern – kam die Gruppe im Herbrechtinger Klosterbiergarten an.

Übrigens: Herzlichen Dank an den Betreiber des Archäoparks Vogelherd für die Erlaubnis zum kostenfreien Zutritt für ein Gruppenbild vor der Höhle.

 

 

Zu Besuch beim Nachbarn: Ü30 wandert im Schwarzwald

 

Silvia und Bernd Loos führten die motivierte Ü30-Wandergruppe (acht Teilnehmer) am 10. Juni durch den 3-Schluchten-Pfad im Schwarzwald:

Von der 3-Schluchtenhalle in Bachheim ging es hinab zur Wutachschlucht. Am Fluss entlang führte der Weg durch die vielfältige Flora zum Kanadiersteg. Hier fließt die Gauchach in die Wutach. Ab hier ging es dann der Gauchach entlang zum Wanderheim Burgmühle. Kurz vor Erreichen des Hauses kam ein Gewitter mit ordentlich Regen. Nach einer Rast dann weiter über einen Waldlehrpfad zur Abzweigung Engeschlucht. Diese hat ihren Namen zu Recht verdient, da sie wirklich eng ist und dem Wanderer sehr viel Trittsicherheit abverlangt. Brücken führen hier immer wieder von der einen Seite des Flusses zur anderen. Seile bieten Halt und Sicherheit an schmalen Stegen und Wegen. Auf dem Weg zum Parkplatz sammelten man noch ein paar Wildkräuter für die Zucchini eines Mitwanderers, welche am Grillplatz beim Parkplatz dann über offenem Feuer gegart wurden.

OG Hayingen zur Jubiläumsfeier Burg Derneck gewandert

Weitwanderung zur Derneck:

 

Um rechtzeitig am Sonntag, 17. Juni 2018, bei der Jubiläumsfeier des Wanderheims Burg Derneck dabei zu sein, sind zwölf Wanderbegeisterte der OG Hayingen zusammen mit Wanderführer Jürgen Haible schon morgens um 6 Uhr in Berghülen (zwischen Laichingen und Blaubeuren) gestartet. Anfangs ging es von Schorrenhüle bei Suppingen über das Eistal zur Kapelle auf dem Hasenburren (HW7). Weiter über die Hochfläche durch eine steile Klinge hinab zur äußerst romantischen Schmiechquelle in Springen. Da hatte die Gruppe bereits 21 Kilometer zurückgelegt. Danach wanderte sie an Mehrstetten vorbei zur Ruine Hohengundelfingen und hinab zur Wittstaig. Schließlich – im Lautertal angekommen – ging es hinauf zur Burg Derneck: Ankunft war kurz vor zwei!

Alle waren erschöpft aber fröhlich, immerhin 36 km mit einigen steilen Auf-und-Ab-Passagen!

 

 

Abenteuerliche Höhlenerkundung der OG Owen

Unter dem Motto „Faszination Wasser“ hatte die OG Owen (Dieter Bounin) zur Befahrung der Falkensteiner Höhle eingeladen.

An der Höhle wartete der Höhlenführer Stefan Kadelbach mit den maßgeschneiderten Neoprenanzügen. Die Helme wurden aufgesetzt und gleich ging es einige Meter in der Hocke durch das Wasser in den schwarzen Schlund.

Bald öffnete sich die Decke, die Füße mussten Halt im etwas tieferen aufgewühlten Wasser suchen, die Hände tastend an der Höhlenwand. Immer wieder konnte man kleinere Tropfsteine,  Strudel- bzw. Kolklöcher,  Lehmbänke und einige Tintenfisch-Versteinerungen im Stirnlampenlicht erkennen. Bei so vielen Stirnlampen war die Höhle richtig ausgeleuchtet.

„Wollt ihr es wild?“, fragte Stefan Kadelbach, „hier geht es durch das Schlüsselloch. Haltet den Kopf hoch, dreht euch mit der Schulter, dann kommt ihr durch.

Danach wanderten alle im brusttiefen 7°C kalten Wasser. An der langgezogenen Lehmbank wurden einfach mal die Stirnlampen ausgeschaltet. Interessant war dann der Weitergang im absoluten Schwarz. Beim Goldgräberstollen – dort hatten Menschen einmal nach Gold gesucht – durfte man schätzen, wie weit wir nun in der Höhle sind. Es waren 470 Meter.

Hier war der Umkehrpunkt, da sich hier der erste Syphon befindet. Diesen kann man nur auf dem Rücken schwimmend, also mit der Nase nach oben, überwinden. Es ist ein Luftspalt von ca. 5 cm vorhanden, Syphonlänge ca. 4 m.

Der Rückweg gestaltete sich nicht mehr so anstrengend. Jetzt konnte man eher die versteckten Schätze der Höhle entdecken. „Achtet mal darauf, wie ihr die Luft beim  Höhlenausgang empfindet“, machte Stefan Kadelbach die Teilnehmer aufmerksam. Tatsächlich konnte man den Wald richtig riechen, das Grün der Blätter empfand man richtig intensiv.

Etwas mehr als 2,5 Stunden hatte der Höhlengang gedauert. Alle waren richtig begeistert. Mit einigen Verrenkungen schaffte man es wieder aus dem Neoprenanzug. Dann ging es zur Grillstelle.    

Bericht: Dieter Bounin

Exkursion: Auf den Spuren der Römer

Der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Welzheim, veranstaltete im Rahmen des Tages des Wandern am 14. Mai gemeinsam mit dem Historischen Verein eine Exkursion unter dem Motto:„Auf den Spuren der Römer“.

Gemeinsam wanderten die Teilnehmer über die Höhen des Welzheimer Waldes der am Anfang des 20. Jahrhunderts auch „der kleine Schwarzwald“ genannt wurde und genossen die sprichwörtliche „Champagner-Luft“.

Entlang des Limeswanderweges ging es zu den Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes. Begleitet von einem Limes-Cicerone (Reiseführer zu den Relikten aus römischer Zeit) wurden den Teilnehmern am Beispiel der noch reichlich vorhandenen römischen Relikte das Leben und die Geschichte der zwischen 160 und 260 n.Chr. lebenden römischen Legionäre erläutert.

Der Obergermanische Limes bestand aus Pallisade, Graben und Wall – er diente als Grenzsicherung. Vorbei am Stausee Aichstrut ging es zum Kleinkastell Rötelsee. Hier war eine Truppe von Fußsoldaten stationiert – diese waren möglicherweise für die Sicherung eines Grenzdurchganges zuständig.  Am Limes-Nachbau erhält man eine Vorstellung davon, welchen Eindruck diese Grenzsicherungsanlage bei den Germanen erzeugt hatte.

Im Archäologischen Park Ostkastell wurden Teile der Toranlage und der Außenmauern  rekonstruiert – aufgezeigt ist die gesamte Architektur der Militäranlage des Kastells.

Gemeinsam ging es anschließend ins Museum Welzheim – hier befindet sich ein zentraler Vermittlungsschwerpunkt  des UNESCO –Welterbe Limes für die Region Stuttgart. Die römische Abteilung zeigt über 300 Funde aus dem römischen Welzheim. Eine Besonderheit ist der bronzene Schildbuckel vom Prunkschild eines römischen Kavalleristen, sowie der größte Fund römischer Schuhe nördlich der Alpen.

Text: Herbert Soukopp